Samstag, 26. Oktober 2013

Tioman

Berjaya Air
Soeben sind wir von Pulau Tioman nach hause gekommen. Ich glaube noch nie waren wir so glücklich und dankbar wieder sicher auf der Erde gelandet zu sein wie heute. Berjaya Air ist die einzige Fluggesellschaft welche nach Tioman fliegt und so haben wir uns keine Gedanken gemacht, bis wir in dieses Flugzeug gestiegen sind und wir den Zustand des Fliegers sahen - nichts für schwache Nerven, Herzen oder Leute mit Flugangst! Sogar Georg war es nicht mehr wohl und das will was heissen. Der Hinflug war ganz in Ordnung - der Rückflug eine andere Geschichte.... ein paar Minuten nach Start kam die Durchsage "Wegen einem technischen Defekt müssen wir wieder landen". Zum Glück waren wir kaum gestartet und innert weniger Minuten wieder heil am Boden. Doch kaum gelandet hiess es "oh, it is only a SMALL technical problem, we're again ready for take-off, relax and enjoy...." - hmmmmm - ich glaube kaum jemand der 48 Passagiere konnte relax and enjoy (abgesehen von Rhea, die ist schon beim ersten Startversuch eingeschlafen). Eine alternative Anreise wäre per Boot möglich, aber auch das soll angeblich nicht wirklich zuverlässig sein...
...aber nun zum wunderschönen Teil die 7 Tage zwischen Hin- und Rückflug - die waren traumhaft. Da die Hauptsaison (März - September) bereits vorbei war, hatten wir fast die ganze Insel für uns alleine...
Tunamaya Beach & Spa Resort - Ein Häuschen direkt am Meer
Die meiste Zeit haben wir im Hotel verbracht - am Strand, am Pool oder auf unserer Veranda. Denn der einzige Verkehrsweg führt übers Meer.

Aussicht beim Frühstück

Spielen unter Palmen im Sand - Achtung Kokosnüsse!

Sandburgen bauen und Muscheln suchen

Der Strand nur für uns...
Tioman ist bekannt für seine schöne Unterwasserwelt. In der Nähe der Insel gibt es auch einige Wracks aus dem zweiten Weltkrieg, die HMS Prince of Wales oder HMS Repulse zu entdecken. Doch Diving Master Georg hat sich auf Fische und Korallenriffe konzentriert.
Diving Master Georg
Meistens war aber die ganze Familie mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen unterwegs.
Mister Schnorchel Noah

Gemeinsam am Schnorcheln
Einen Tag lang sind wir mit einem kleinen Boot um die halbe Insel gefahren und haben andere Schnorchelplätze besucht und sind durch den Dschungel an den berühmten Asah Wasserfall gewandert... Wasserfall ist wohl etwas übertrieben, aber die Abkühlung haben wir trotzdem genossen.
Unterwegs im Dschungel
Asah Wasserfall

























Da gönne ich mir eine kurze Pause im Spa und plötzlich stehen alle wieder vor mir und Rhea erzählt: "Mama, Noah Salto im Wasser und dann viel viel Blut und jetzt Zahn nümme do...." - ok, er hat zwar schon gewackelt, aber hätte ruhig noch ein Weilchen drin bleiben können. Das grössere Problem war, dass der Zahn tatsächlich "weg" war - irgendwo auf dem Boden des Pools. Also montierte die ganze Familie die Taucherbrille und war für einmal nicht auf der Suche nach Fischen sondern nach einem Zahn. Zum Glück hat ihn Noah wieder gefunden und jetzt liegt er unter dem Kopfkissen und wartet auf die Zahnfee!
Der Zahn hat zwar schon gewackelt,
aber ganz freiwillig kam es nicht zur 3. Zahnlücke.

Blaue Augen - blaues Meer

Wasserratten

Infinity pool - infinite love










Pulau Tioman ist eine malaiische Insel im Südchinesischen Meer. Sie liegt etwa 50 km östlich vor dem Festland der malaiischen Halbinsel. Auf Tioman befinden sich mehrere Dörfer, die größtenteils aus kleinen, einfachen Hütten für Touristen bestehen und nur über das Wasser oder Wanderwege durch den Dschungel erreichbar sind.
Auf der Insel, die zum Bundesstaat Pahang gehört, gibt es nur eine Straße und wenige Autos und Motorräder. Der kleine Flughafen der Insel wird von Berjaya Air angeflogen. Zu erreichen ist die Insel außer mit dem Flugzeug nur mit einer der zahlreichen Fähren, die den ganzen Tag zwischen Tioman und Messing pendeln.
Das Innere der 39 km langen und 12 km breiten Insel ist ein Naturreservat, bedeckt mit tropischem Dschungel. Der höchste Punkt ist der Berg Gunung Kajang (1038 m). Um die Insel verteilt gibt es einige Tauchgebiete.

Montag, 30. September 2013

Sport

Wir hatten uns vorgestellt, dass es in Malaysia viel zu heiss sein würde um Sport zu treiben. Aber da haben wir falsch gedacht. Mittlerweile haben alle Familienmitglieder ein ziemliches Sportprogramm.



An vielen Orten gibt es indoor Gyms für Kinder,
da es draussen manchmal wirklich viel zu heiss ist.
Die haben uns in der Anfangsphase sehr geholfen
die Tage zu überstehen und da haben wir auch
gleich die ersten Kontakte und neuen Freunde
gefunden.
Rhea - Primaballerina
unbedingt wollte Rhea ins Ballett.
Die Kindergärtnerinnen meinten zwar,
dass sie eher ins Fussball passen würde,
aber da war sie anderer Meinung!


Noah im Fussballtraining Samstag Morgen
8 Uhr - die Daddys mit Kaffee in der Hand
am Seitenrand.
Schwimmtraining mit den
MKIS Tiger Sharks

Endlich sind die Shirts gekommen
- Nummer 28 NOAH
hier mit seinem neuen Freund Will
Noah hat Georg einmal auf die
Driving Range begleitet
und schon hat ihn das Golf-Fieber
gepackt.
Während Noah in der Junior League
trainiert schlägt Rachel ein paar
Bälle von der 3-stöckigen
überdachten Driving Range.
Das geht auch bei Regenwetter.
Georg findet man hier auch
einmal in der Woche.

Rachel trifft man fast jeden Morgen wie alle anderen Moms nach Schulbeginn im Fitnessfirst. Georg hat bis jetzt sein Marathontraining noch nicht wieder aufgenommen - aber das kommt sicher auch wieder.

Sonntag, 15. September 2013

Unsere erste Reise - nach Singapore

Wir haben uns vorgenommen, während unserer Zeit hier möglichst viel zu reisen. So haben wir gleich das erste verlängerte Wochenende im September zum Anlass genommen, einige unserer Freunde in Singapore zu besuchen.
Singapore ist gar nicht so weit weg und es gibt verschiedene Möglichkeiten um dorthin zu kommen. Vor unserer Haustüre fährt täglich ein Bus (ca. 6 Stunden Fahrzeit) - Flugzeug - Zug und natürlich mit dem Auto. Wir haben uns dieses Mal für das Flugzeug entschieden.

Wir haben ein paar entspannte (mehr oder weniger) und ziemlich heisse (daran haben wir uns noch nicht ganz gewöhnt) Tage mit lieben Freunden verbracht.

Marina Bay


Der Zoo in Singapore war ein absolutes Highlight - mit dem weissen Tiger!



Wenn man nach Elefanten, Zebras, Affen
und allen anderen Tieren eine Abkühlung
braucht, schnell rein ins Planschbecken!


Mit der Propellermaschine unterwegs.


Mittwoch, 4. September 2013

Container ist da!

Endlich, endlich nach 7 langen Wochen (fast) ohne Spielsachen, ohne Möbel und Geschirr freuen wir uns riesig über das Wiedersehen mit unserem Container! Ohne Verspätung ist er angekommen und eine  grosse Mannschaft Inder macht sich ans Werk. Der Inhalt des Containers muss zuerst auf einen kleineren Lastwagen umgeladen werden, da der riesige Truck nicht in unsere Überbauung reinfahren kann. Alles geht Ruck-zuck-Zack-zack und schwups fühlen wir uns wieder wie zu hause!
Oh wie schön, wieder im eigenen Bett zu schlafen (nach vielen Nächten auf dem Airbed) und die Kinder freuen sich all ihre Spielsachen wieder um sich zu haben.
Nice to see you again!

Entladen

10 Inder in Action

Montag, 12. August 2013

Erster Schultag

Wie in Lieli hat auch bei uns die Schule am 12. August wieder angefangen (zumindest für Noah). Noah geht an die Mont Kiara International School www.mkis.edu.my das ist eine amerikanische Schule und so sind auch ca. die Hälfte aller 900 Schüler (von 3-18 Jahren) Amerikaner. Die andere Hälfte besteht zu einem grossen Teil aus Europäern, Australiern und Asiaten. Noah geht in den Kindergarten was aber einem Gemisch aus CH Chindsgi und 1. Klasse entspricht. Seine Lehrerin heisst Mrs Henning und sie verfasst jede Woche einen Bericht - wer also genauer wissen will, was Noah so macht kann gerne mal in ihren Blog reinschauen: http://mkis-esblog-jhenning.blogspot.com. Wie Ihr seht, lacht Noah auf allen Fotos - er geht wahnsinnig gerne in die Schule und das macht uns sehr glücklich. Die erste Zeit war ziemlich anstrengend für ihn, da er vieles nicht verstanden hat, doch mittlerweile klappt es mit der Sprache ganz gut.
Er trägt wie alle anderen eine Schuluniform (T-Shirt und Shorts) und da wir ganz in der Nähe wohnen können wir sogar zu Fuss in die Schule. Das ist hier eher eine Seltenheit, die meisten Kinder müssen am Morgen früh in den Schulbus steigen und quer durch die halbe Stadt fahren. Obwohl Kuala Lumpur eigentlich keine gefährliche Stadt ist, herrschen ziemlich strikte Sicherheitsvorkehrungen.  Kein Kind läuft wie in der Schweiz alleine in die Schule, obwohl es nur wenige 100 Meter sind. Ebenso dürfen nur registrierte Personen das Schulgelände betreten, d.h. wir Eltern mussten uns zu Schulbeginn mit Pass ausweisen und einen Badge beantragen. Zutritt zum Schulgelände ist nur mit Badge erlaubt, bleibt er einmal zu hause liegen kann man hoffen, dass man einen Ausweis im Portemonnaie hat, dann gibt es einen Visitorpass, ansonsten bleibt man draussen. Der Rektor steht jeden Morgen vor dem Schultor und begrüsst die Eltern und Kinder. Zudem ist eine Vielzahl von Sicherheitsleuten und Verkehrskadetten im Einsatz. Aber man gewöhnt sich an alles und schnell erscheint einem alles total normal.


Mont Kiara International School

Total normal ist mit Rhea nichts.... Eigentlich hätte sie auch an die MKIS gehen sollen. Doch wie jedes Kind musste sie ein Assessment absolvieren. Aber an diesem Tag hatte sie gerade überhaupt keine Lust sich mit fremden Leuten zu unterhalten, Linien zu zeichnen oder Klötze zu stapeln - so schickten sie uns wieder nach hause und meinten, Rhea sei noch nicht bereit.
Das hiess für uns innerhalb kürzester Zeit eine andere Chindsgilösung für Rhea zu finden und dies kurz vor Schulbeginn, wo die meisten Klassen bereits voll ausgebucht waren. 
Children's discovery house i-Zen

Wir haben noch ein Plätzli gefunden im Children's discovery house http://www.childrensdiscoveryhouse.com. (Danke Edith für die Bestellung ;-)) Der Anfang war ziemlich ziemlich schwierig und der Abschied jeden Morgen von vielen Tränen begleitet und mehr als einmal fragten wir uns, ob dies wirklich das Richtige ist. Doch nach kurzer Eingewöhnungszeit war alles paletti und Rhea freut sich jetzt jeden Morgen in "ihre" Schule gehen zu dürfen. Auch diese Schule liegt in Gehdistanz zu unserer Wohnung und mit dem Trotti flitzt Rhea ganz schnell den Hügel runter - der Heimweg gestaltet sich jeweils etwas mühsamer, aber wir haben mittlerweile eine gute Technik entwickelt; man nimmt das Chindsgitäschli und hängt es am Lenker ein und zieht dann das Trotti samt einer müden, daumenlutschenden Rhea den Berg wieder hoch. 
In Rheas Schule gehen zu einem grossen Teil asiatische Kinder und so ist auch der Unterrichtsstil eher asiatischer (strenger) Natur. Wir müssen jeweils schmunzeln, wenn Rhea zu hause mit ihrer Puppe spielt und sagt "sit down properly" oder vor sich her singt "clean-up, clean-up, everybody clean-up". Manchmal bleibe ich noch ein paar Minuten im Schulzimmer und beobachte das Geschehen - auch da muss ich mir manchmal das Lachen verkneifen. Häufig wird zu Beginn ausgemalt - zur Zeit gerade die unterschiedlichsten Tiere. Die Kinder sollten natürlich die Tiere möglichst "korrekt" sprich in einer "echten" Farbe ausmalen. Aber Rhea ignoriert solche Hinweise grosszügig und so leuchtet uns ihr Regenbogenlöwe aus all den gelben und braunen Löwenbilder entgegen und wir haben nie ein Problem ihre Zeichnungen zu erkennen.

Samstag, 3. August 2013

Unser neues zu Hause

Am 1. August haben wir die Schlüssel für unsere Wohnung (welche wir während unserem Besuch im Mai ausgesucht hatten) bekommen. Jetzt konnten wir dem Serviced Appartement tschüss sagen und endlich wieder in ein eigenes zu hause ziehen. Den Umzug war mit zwei Taxifahrten erledigt - viel hatten wir ja nicht zum Zügeln.

Wir fühlten uns vom ersten Augenblick wohl hier im MK11 und geniessen den Kontrast zu unserem Häuschen auf dem Lande in der Schweiz!

11 Mont Kiara oder abgekürzt MK11


MK11 ist eine neue Überbauung bestehend aus 5 Hochhäusern
mit je 43 Etagen. Wir wohnen im mittleren Block im 33. Stock.
Und diese Aussicht geniessen wir jeden Tag zum Zmorge!
Noahs Zimmer im August - eine Kiste Lego
und eine Luftmatratze!


Donnerstag, 1. August 2013

1. August in der Ferne

Noah war ganz froh, dass wir am 1. August nicht in der Schweiz waren - Feuerwerke sind nicht so sein Ding! Und irgendwie haben wir auch unsere CH Kartonteller, Servietten und Lämpli nicht ausgepackt, es war für uns ein Tag wie jeder andere (fast). 
Denn am Abend waren wir an die 1. Augustfeier des Schweizer Botschafters im Royal Chalan eingeladen. Das Hotel hat uns einen Babysitter organisiert und so genossen wir den ersten freien Abend in der neuen Heimat. Ein spezielles Gefühl in einem riesigen Saal, dekoriert mit Kantonsfahnen und Bildern aus der Schweiz mitten im asiatischen Leben zu feiern. Zum Essen gabs Raclette und andere Köstlichkeiten aus der Schweiz - obwohl unsere Entzugserscheinungen nach knapp zwei Wochen Malaysia noch nicht so gross waren haben wir den Abend trotzdem sehr genossen!





Eisskulptur am Schmelzen